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Frau in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sind eine Zeit der Umstellung – was passiert wirklich im Körper?

Ab dem 45. Lebensjahr beginnt bei den meisten Frauen eine Zeit hormoneller Umstellung. Die Wechseljahre, in der Fachsprache auch als Klimakterium bezeichnet, stellen den Übergang von der Phase der Geschlechtsreife in das sogenannte Senium dar. Dieser Übergang bringt viele Veränderungen des Körpers und des Körpererlebens mit sich. Welche genau das sind und wie man sie erkennt, erklärt DrEd.

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Wann beginnen die Wechseljahre?

Im Durchschnitt beginnen die Wechseljahre einer Frau zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr und dauern zehn bis zwanzig Jahre an. Während der Wechseljahre kommt es zu der letzten Regelblutung, auch als Menopause bezeichnet, die bei den meisten Frauen im 52. Lebensjahr auftritt. Daher wird das Klimakterium häufig auch in eine Prämenopause – also eine Phase vor der Menopause – und eine Postmenopause – also eine Phase nach der Menopause – unterteilt. Auf die Postmenopause, die zwölf Monate nach der Menopause beginnt, folgt das Senium. In dieser Zeit kommt es zu weiteren Veränderungen des Körpers, vor allem steigt hier das Risiko einer Osteoporose deutlich an.

Was sind die ersten Anzeichen der Wechseljahre?

Durch die Umstellungen im Hormonhaushalt kann es schon zu Beginn der Wechseljahre zu verschiedenen körperlichen Beschwerden kommen. Zu den häufigsten zählen Schwitzen und Hitzewallungen, leichter Schwindel und Unregelmäßigkeiten des Monatszyklus. So kann es zu Beginn sowohl zu abgeschwächten als auch zu verstärkten Regelblutungen kommen, deren zeitlicher Abstand sehr unregelmäßig ist. Deutlich seltener können die Wechseljahre auch Schlafstörungen und sogar depressive Verstimmungen mit sich bringen.

Bei den Symptomen der Wechseljahre handelt es sich allerdings nicht um eine Krankheit, sondern um die Folgen einer ganz natürlichen hormonellen Umstellung im weiblichen Körper. Trotzdem können diese Symptome sehr belastend sein und werden deshalb auf Wunsch auch behandelt.

Kann man auch schon viel früher in die Wechseljahre kommen?

Beginnen die Wechseljahre vor dem 40. Lebensjahr, spricht man von einem frühzeitigen Klimakterium. Von diesem vorzeitigen Eintritt der Wechseljahre sind etwa zehn Prozent der Frauen betroffen.

Können Männer in die Wechseljahre kommen?

Das Phänomen der Wechseljahre kann auch bei Männern auftreten. Etwa jeder zehnte Mann ab dem 40. Lebensjahr zeigt Symptome, die denen der weiblichen Wechseljahre ähnlich sind. Es kommt zu Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Lustlosigkeit. Die Wechseljahre des Mannes, auch als Andropause bezeichnet, gehen mit einem Mangel des männlichen Sexualhormons Testosteron einher. Nicht selten ist auch der Sexualtrieb eingeschränkt. Zu den männlichen Wechseljahresbeschwerden zählen auch Erektionsstörungen. Ähnlich wie bei den Wechseljahren der Frau kann bei Männern eine Therapie der Beschwerden mit Testosteron gegen die Wechseljahre erfolgen.

Welche körperlichen Veränderungen treten bei Frauen in den Wechseljahren ein?

In den Eierstöcken (Ovarien) kommt es einmal im Monat zum Heranreifen eines sogenannten Follikels, der aus einer Eizelle und verschiedenen Hilfszellen besteht. Im Rahmen dieser Reifung werden viele Hormone, hauptsächlich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, produziert. Diese Hormone führen unter anderem zu einer Vergrößerung der Schleimhaut der Gebärmutter (Uterus) in Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft. Kommt es nicht zu einer Befruchtung der Eizelle, wird diese Schleimhaut wieder abgebaut, es kommt zu der monatlichen Regelblutung.

In den Wechseljahren produziert der Körper immer weniger Östrogen, die Funktion der Ovarien nimmt stetig ab. Dadurch wird auch die Reifung der Follikel – und damit die Monatsblutung – unregelmäßiger, bis sie letztlich mit der Menopause vollends zum Erliegen kommt.

Der Östrogenmangel ist hauptsächlich für die Wechseljahresbeschwerden verantwortlich.

Kann man die Beschwerden der Wechseljahre lindern?

Bei etwa einem Drittel der Frauen sind die Wechseljahresbeschwerden so stark, dass sie sich eine Behandlung der Symptome wünschen.

Grundsätzlich gibt es zwei Therapiemöglichkeiten:

  • Pflanzliche Therapie
  • Hormonelle Therapie

Bei leichten klimakterischen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kann laut der Deutschen Gesellschaft für Gynakologie und Geburtshilfe (DGGG) ein erster Therapieversuch mit pflanzlichen Mitteln, den sogenannten Phytotherapeutika, geschehen. Hier haben vor allem Präparate aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) Wirkung gezeigt. Auch Präparate aus verschiedenen Sojaextrakten finden durch ihre natürlich vorkommenden Östrogene (Phytoöstrogene) Anwendung.

Bei stärkeren Beschwerden sind laut der DGGG Phytotherapeutika keine Alternative zu einer hormonellen Therapie.

Welche medikamentöse Therapie gibt es gegen Wechseljahresbeschwerden?

Die hormonelle Therapie der Wechseljahresbeschwerden geschieht mit natürlichen weiblichen Hormonen, den Östrogenen und Gestagenen. Sie lindert nachgewiesenermaßen die häufigsten Beschwerden der Wechseljahre. Sie wirken sich positiv auf die Psyche aus. Zur Auswahl stehen auch Kombinationspräparate, die eine hormonelle Therapie der Wechseljahresbeschwerden und Verhütung kombinieren. 

Eine Hormontherapie darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt stattfinden.

Gibt es Nebenwirkungen der Therapie?

Die aktuelle Studienlage zu den Risiken einer Hormontherapie ist umstritten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Therapie mit Östrogenen das Risiko für Brustkrebs erhöht.

Zudem darf bei folgenden Vorerkrankungen keine Hormontherapie durchgeführt werden:

  • Bei Blutgerinnseln (Thrombus) in der Vorgeschichte
  • Bei schwerem Bluthochdruck
  • Bei schwerem Diabetes mellitus
  • Bei Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs, ausgeheilt oder bestehend

Muss man in den Wechseljahren verhüten?

In der Prämenopause sind Frauen noch fruchtbar. Es besteht also noch die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Erst mit dem kompletten Aussetzen der Regelblutung ist eine Frau nicht mehr fruchtbar. Auch für die Verhütung im höheren Alter bis zur Menopause kann die Pille eingenommen werden, um eine Schwangerschaft zu verhindern. In den Wechseljahren kann auch über alternative Verhütungsmethoden wie z.B. Kondome, eine Spirale oder andere Verhütungsmethoden nachgedacht werden. Die Wahl des individuell richtigen Verhütungsmittels geschieht am Besten in Rücksprache mit dem Frauenarzt.

Die Wechseljahre sind eine Zeit der Umstellung. Die Veränderungen, die im Körper ablaufen, brauchen einige Zeit der Gewöhnung. Doch die Wechseljahre bedeuten keinesfalls einen Verlust der Weiblichkeit. Und sogar stärkere Beschwerden, die durch die Wechseljahre verursacht werden, können in der Regel gut behandelt werden.

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Quellen:

  • Gruber, S. (2009). Basics Gynäkologie und Geburtshilfe. Elsevier, Urban&FischerVerlag.
  • Özkan, S., Alataş, E. S., & Zencir, M. (2005). Women’s quality of life in the premenopausal and postmenopausal periods. Quality of life research, 14(8), 1795-1801. Online: www.link.springer.com, aufgerufen am 13.12.15
  • Gould, D. C., Petty, R., & Jacobs, H. S. (2000). The male menopause—does it exist. BMJ, 320, 858-861. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 17.12.15
  • Stauber, M. (2013). Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. T. Weyerstahl (Ed.). Georg Thieme Verlag.
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