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Frrau fragt sich, wie sie erfolgreich schwanger werden kann

Deutschland hat mit durchschnittlich 1,4 Kindern pro Frau eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Durch zahlreiche Verhütungsmittel können ungewollte Schwangerschaften verhindert werden, doch was ist, wenn Kinderwunsch besteht und das Schwangerwerden nicht klappt? Der folgende Artikel erklärt, wie es zu einer Schwangerschaft kommt und welches Verhalten eine erfolgreiche Schwangerschaft begünstigt.

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Wann ist der beste Zeitpunkt, um schwanger zu werden?

Der weibliche Zyklus ist etwa 28 Tage lang. Er beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung und endet am Tag der neu einsetzenden Blutung.
Während eines solchen Zyklus bereitet sich der Körper darauf vor, ein Kind zu empfangen. Der Zyklus ist in verschiedene Phasen aufgeteilt:
Zunächst wird die Gebärmutterschleimhaut des vorhergehenden Zyklus durch die Menstruationsblutung abgebaut, dies dauert etwa vier Tage. Gleichzeitig reift in den ersten beiden Wochen eine Eizelle in einem oder auch in beiden Eierstöcken heran. Außerdem baut sich eine neue Schleimhaut in der Gebärmutter auf, die dem Einnisten einer befruchteten Eizelle dient.
Nach etwa zwei Wochen erfolgt der Eisprung, bei dem sich die gereifte Eizelle aus ihrem Eierstock in Richtung Gebärmutter begibt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das sogenannte Ovulationsfenster, die fruchtbaren Tage, in denen die reife Eizelle durch das Spermium befruchtet werden kann. Nach einem Eisprung ohne erfolgte Befruchtung wird die Hormonkonzentration geringer und verändert sich – der Zyklus beginnt erneut.

Innerhalb eines solchen Zyklus kann eine Frau zwar immer schwanger werden, es ist jedoch besonders während der Menstruation sehr unwahrscheinlich. Gerade dann baut der Körper die Gebärmutterschleimhaut ab, da keine Eizelle befruchtet wurde.
Um den besten Zeitpunkt für die Befruchtung individuell festzustellen, bietet DrEd einen Ovulationstest an. Durch Beachtung der Testergebnisse kann die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung erhöht werden.

Was passiert nach der Befruchtung im weiblichen Körper?

Voraussetzungen für die Empfängnis sind eine befruchtungsfähige Eizelle und eine reife Spermazelle. Wenn eine Eizelle nach der Ovulation, während ihrer Wanderung durch den Eileiter in Richtung Eileiter, von Spermien umringt wird, kann eine davon eindringen. Damit hat die Befruchtung stattgefunden und die Wand der Eizelle verdickt sich, so dass keine weitere Spermazelle eindringen kann. Nun beginnt die Embryonalentwicklung.
Die befruchtete Eizelle beginnt sich zu teilen, wobei zwei identische Zellen entstehen. Diese zwei neu entstandenen Zellen wachsen und teilen sich wieder, sodass vier Zellen entstehen. Auf diese Art wächst der Anzahl der Zellen exponentiell. In seltenen Fällen entwickeln sich die zwei ersten Zellen selbstständig weiter und es kommt zu eineiigen Zwillingen.
Nach sieben bis zwölf Tagen nistet sich der sogenannte Keimling in der Gebärmutterschleimhaut ein. Ab diesem Zeitpunkt kann nun ein Hormon, das humane Choriongonadotropin, im Blut der Mutter nachgewiesen werden. Dies kann durch Schwangerschaftstests ermittelt werden.
Bei der Berechnung der Schwangerschaftswochen wird in der Medizin allerdings nicht der Zeitpunkt der Befruchtung, sondern der erste Tag der letzten Regelblutung angegeben. Aus diesem Grund wird die Dauer einer Schwangerschaft mit 40 Wochen angegeben, die Entwicklung des Kindes dauert davon nur 38.

Wann kann man sich sicher sein, dass es wirklich zu einer Befruchtung gekommen ist?

Am zehnten Tag nach der Befruchtung ist der Keim vollständig eingenistet. Dies entspricht in etwa dem 23. Tag nach der Menstruation, also dem Ende der zweiten Schwangerschaftswoche.
Ab dann verändert sich der Körper der Frau nach und nach und stellt sich auf die Schwangerschaft ein. Es lassen sich erste Anzeichen einer Schwangerschaft erkennen. 
Allerdings kann es zu einer Fehlgeburt kommen: Bis zur 14. Schwangerschaftswoche spricht man von einer frühen, bis zur 24. von einer späten Fehlgeburt, danach gilt die Abstoßung des Fötus als Frühgeburt.
Wie häufig solche Fehlgeburten vorkommen, kann nicht genau gesagt werden, da vor allem frühe Abgänge oft nicht bemerkt werden. Frühe Fehlgeburten treten jedoch häufig auf.
Es gibt also keinen festen Zeitpunkt, bei dem eine Schwangerschaft mit 100 Prozent Gewissheit erfolgreich ist: Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer FehlgeburtBeim heutigen Stand der Medizin in unserer westlichen Welt, ist ab etwa der 24. Woche ein Überleben möglich.

Kann man eine Fehlgeburt vermeiden?

Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Fehlgeburt (Abort): Manchmal genetische Fehler vor. In diesen Fällen ist ein Überleben des Embryos nicht möglich und es kommt zum Abgang. Die Ursache dafür kann in den Sperma- oder Eizellen liegen oder erst nach der Befruchtung entstanden sein. Auch Fehler in der Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut oder anderen Teilen des Genitaltraktes der Mutter führen dazu, dass sich das Kind ab einem gewissen Zeitpunkt nicht weiterentwickelt. Aus diesen Gründen ist eine Fehlgeburt oftmals eine sinnvolle Reaktion des Körpers, die unter diesen Umständen auch nicht vermieden werden kann.

Es gibt jedoch auch externe Ursachen für eine Fehlgeburt, die vermieden werden können.  Dazu zählen vor allem traumatische Schäden: Bei Stürzen oder anderen starken mechanischen Einwirkungen auf den mütterlichen Körper kann es zum sogenannten traumatischen Abort kommen. Auch starke psychische Belastungen können zu einer Fehlgeburt führen. Übermäßiger Stress und Leistungssport oder harte körperliche Arbeit sollten also während der Schwangerschaft vermieden werden, um das Risiko für eine Fehlgeburt zu minimieren.

Außerdem kann eine bakterielle oder virale Infektion der Mutter eine Fehlgeburt verursachen: Es müssen zwar keine übertriebene Hygienemaßnahmen getroffen werden, dennoch sollte auf die Gesundheit geachtet werden, um sich und das Ungeborene vor Ansteckung zu schützen.

Wie lange müssen die Pille und andere Verhütungsmittel abgesetzt worden sein?

Sobald nicht mehr aktiv verhütet wird, kann eine Frau schwanger werden. Das heißt, ab dem Zeitpunkt wo ein natürlicher Zyklus entstanden ist – also eine Menstruation, die nicht durch die Pause zwischen zwei Pillen-Blistern hervorgerufen wird – und sich eine Eizelle entwickeln konnte, besteht die Möglichkeit zur Empfängnis.
Bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden wie der Spirale kann es einige Zyklen dauern, bis sich der Hormonhaushalt wieder ganz umgestellt hat. Man kann zwar theoretisch direkt nach dem Entfernen solcher Verhütungsmittel schwanger werden, es ist jedoch wahrscheinlich, dass eine Schwangerschaft nicht gleich im nächsten Zyklus stattfindet.

Wie gefährlich sind Rauchen und Alkohol für das Ungeborene?

Auf Zigaretten und Alkohol sollte bei einer geplanten Schwangerschaft komplett verzichtet werden. Einerseits richten die Drogen im mütterlichen Körper Schäden an. Andererseits kann die Entwicklung des Ungeborenen stark beeinträchtigen werden und die Anzahl der Fehlgeburten steigen.
Ganz zu Beginn befindet sich der Keim in der „Alles oder Nichts“-Phase: Hier hinterlässt der Konsum von Drogen entweder keine bleibenden Schäden am Embryo, oder es kommt direkt zu einer Fehlgeburt. Erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft führen diese Stoffe zu Fehlentwicklungen von Organen oder zu Frühgeburten, an denen Kinder ein Leben lang leiden.

Auf welche Lebensmittel und Medikamente sollte man verzichten, um schwanger zu werden?

Wenn der Wunsch besteht, schwanger zu werden und Medikamente eingenommen werden, sollte dies immer mit einem Arzt abgesprochen werden.
Der Kalorienbedarf einer Schwangeren steigt nur um etwa 300 kcal, das heißt das „Essen für zwei“ ist nicht notwendig. Auf ausreichend Protein sollte während der Schwangerschaft Wert gelegt werden, rohes Fleisch und roher Fisch sind jedoch nicht geeignet, da die Gefahr einer Toxoplasmose-Infektion beim Verzehr solcher Nahrungsmittel hoch ist.
Auch rohe Eier, Schimmelkäse und nicht pasteurisierte Milchprodukte beinhalten Risiken und sollten daher gemieden werden.
Kochsalz sollte sparsam verwendet werden, mehr als 4g pro Tag sind schädlich.
Übermäßiger Kaffeekonsum ist ebenfalls nicht optimal für das Ungeborene, auf die morgendliche Tasse muss jedoch nicht verzichtet werden.

Kann man Präparate einnehmen, um optimale Voraussetzungen für ein Kind zu schaffen?

Mit einer abwechslungsreichen, gesunden Ernährung ist der Vitamin- und Nährstoffbedarf des Kindes normalerweise gedeckt. In Absprache mit dem Arzt sollten immer die mütterlichen Blutwerte im Auge behalten und eventuell über Ergänzungen nachgedacht werden. Die häufigsten Ergänzungen während einer Schwangerschaft sind Eisen, Folsäure und Jod.

In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Eisenbedarf. Eisen ist wichtig für die Blutbildung, deshalb kann es ergänzt werden, um die optimale Entwicklung zu fördern. Dies ist besonders wichtig, wenn der Arzt bei der schwangeren Frau einen Eisenmangel feststellt.
Folsäure (Vitamin B9) als weiterer wichtiger Faktor zur Blut- und Zellreifung kann schon vor der Schwangerschaft wenn diese in Planung ist eingenommen werden, damit die Zellentwicklung normal ablaufen kann.
Jod trägt dazu bei, einer Fehlentwicklung des Kindes vorzubeugen: Die Aufnahme von 200μg pro Tag wird generell empfohlen. Dies kann auch mit der Verwendung von jodiertem Speisesalz erreicht werden. Falls eine Erkrankung der Schilddrüse bekannt ist, sollte dies mit dem Arzt besprochen werden

Kann man das Geschlecht des Kindes beeinflussen?

Das Geschlecht des Kindes ist nicht beeinflussbar. Es wird über die Gene in Ei- und Spermazelle festgelegt und kann deshalb nicht durch Ernährung, den Zeitpunkt des Geschlechtverkehrs oder sonstige Faktoren verändert werden.

Schadet es, weiter Geschlechtsverkehr zu haben, wenn man schon schwanger ist?

Verläuft die Schwangerschaft normal, gibt es keinen Grund gegen ein normales Sexualverhalten in der Partnerschaft. Sind jedoch komplizierende Faktoren im Gebärmutterhals vorhanden oder kam es schon häufiger zu Fehlgeburten, so kann der Geschlechtsverkehr durch die mechanische Einwirkung zur Auslösung einer vorzeitigen Geburt führen.

Was muss noch beachtet werden?

Wichtig ist, sich keinen Extremsituationen auszusetzen, wie z.B. das Reisen in extremen klimatischen Verhältnissen oder Leistungs- und Extremsport. Gegen normale körperliche Betätigung oder Reisen spricht jedoch im Normalfall nichts.
Der Kontakt mit Katzen stellt potenziell eine Gefahr für das Ungeborene dar, da manche Katzen Toxoplasmose übertragen können. Dies ist bei nicht schwangeren Menschen kein Problem, da dann Antikörper gebildet werden. Auch Schwangere, die bereits Toxoplasmose hatten, setzen das Kind keiner Gefahr aus. Kommt es jedoch in der Schwangerschaft zu einer Erstinfektion, ist das Ungeborene gefährdet. Deshalb ist es sinnvoll, dass Schwangere – auch wenn die Schwangerschaftsvorsorge dies nicht beinhaltet – ihr Blut auf Antikörper überprüfen lassen. Sind diese bereits vorhanden, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn nicht, muss der Kontakt mit frei laufenden Katzen während der Schwangerschaft gemieden werden, die eigene Katze ggf. auf Toxoplasmose getestet werden und auch im Umgang mit rohen Lebensmittel sollte besondere vorsicht gelten.

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Dean, S. V., Lassi, Z. S., Imam, A. M., & Bhutta, Z. A. (2014). Preconception care: nutritional risks and interventions. Reproductive Health11(Suppl 3), S3. doi:10.1186/1742-4755-11-S3-S3

Stauber, M. und Wezerstahl, T. (2013) Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. 3. Auflage. Stuttgart: Thieme Verlag.

Statistisches Bundesamt (2013). Geburtenzahl durch demo­grafische Ent­wicklung vorge­zeichnet. Online: www.destatis.de

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