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Frau mit Regelschmerzen

Viele junge Mädchen und Frauen leiden unter starken Regelschmerzen in der Zeit vor und während ihrer Periode. Diese Beschwerden können verschiedene Ursachen haben und unterschiedlich stark den Alltag der Betroffenen einschränken.

Zur Linderung der Menstruationsschmerzen gibt es vielfältige Möglichkeiten, die individuell ganz verschieden sind. Oft lindert auch die Antibabypille, welche meist zur Verhütung eingesetzt wird, die Beschwerden.

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Was versteht man unter Regelschmerzen?

Regelschmerzen, auch als Menstruationsschmerzen bekannt, werden medizinisch als Dysmenorrhoe bezeichnet. Diese Beschwerden können sich in verschiedenen Ausprägungen zeigen und haben verschiedenste Ursachen.
Dabei differenziert man in Primäre und Sekundäre Dysmenorrhoe.

Die primäre Dysmenorrhoe tritt bei jungen Frauen ab der ersten Monatsblutung auf und betrifft zwischen 30-40 Prozent aller Frauen. Ursächlich für die Menstruationsschmerzen ist hier ein Missverhältnis der Prostaglandinsekretion. Die erhöhte Freisetzung des Hormons führt zu einer gesteigerten Kontraktion der Gebärmutter und bedingt damit die typischen Beschwerden. Oft treten die Regelschmerzen auch familiär gehäuft auf.

Die sekundäre oder „erworbene“ Dysmenorrhoe tritt in der Regel bei älteren Frauen auf. Hier liegen organische Veränderungen vor wie Entzündungen oder Fremdkörper, die dann die Menstruationsschmerzen auslösen.

Wodurch zeichnen sich Regelschmerzen aus?

Menstruationsschmerzen können in ihrer Ausprägung stark variieren und gehen bei jeder Frau mit unterschiedlichen Symptomen einher. Viele Frauen berichten von den folgenden Schmerzen:

  • Unterleibsschmerzen und/oder -krämpfe
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen

Außerdem können folgende Symptome auftreten:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Kreislaufstörungen

Je nach Stärke und Ausprägung der Beschwerden schränken die Menstruationsschmerzen und –beschwerden den Alltag der betroffenen Frauen unterschiedlich stark ein.

Wann treten die Beschwerden bei Menstruationsschmerzen auf?

Die Regelschmerzen treten mit dem Einsetzen der Periode oder kurz vorher auf und halten bis zu 72 Stunden an. Am 1. und 2. Zyklustag sind die Beschwerden am stärksten ausgeprägt.

Wer ist von Dysmenorrhoe betroffen?

Die Primäre Dysmenorrhoe ist die häufigste gynäkologische Problematik von jungen Mädchen. Im Schnitt tritt die erste Monatsblutung mit 12,7 Jahren auf. In den ersten ein bis fünf Jahren ist der weibliche Zyklus oft noch unregelmäßig und findet ohne Eisprung statt. Auch die Dysmenorrhoe kommt erst zur vollen Ausprägung, wenn der Zyklus sich normalisiert hat.

Besonders schlanke junge Frauen, in deren Familien die Beschwerden gehäuft auftreten, sind betroffen. Aber auch das frühe Eintreten der ersten Menstruation (Menarche), starkes Rauchen, Alkoholkonsum sowie Stress können Risikofaktoren darstellen. Mit zunehmendem Alter lassen die Menstruationsschmerzen und -beschwerden ohne organische Pathologie meist nach.

Ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen oder sind die Regelschmerzen harmlos?

In den meisten Fällen sind die Schmerzen harmlos. Bei großer Belastung, neu auftretenden Beschwerden oder Veränderungen, sollten betroffene Frauen einen Arzt zur Abklärung der Ursache aufsuchen. Besonders wichtig ist es eine organische Ursache für die Regelschmerzen abzuklären, um eine notwendige Behandlung schnellstmöglich einleiten zu können.

Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten der Regelschmerzen?

Die Behandlungsoptionen bei Menstruationsschmerzen sind vielfältig und richten sich nach den jeweiligen individuellen Beschwerden und der Stärke. So reichen die Möglichkeiten von homöopathischen Präparaten und Entspannungsmethoden über Schmerzmittel bis hin zu Hormonpräparaten. Auch eine Kombination verschiedener Behandlungsansätze kann sinnvoll sein.

Entspannungsmethoden und homöopathische Methoden gegen Regelschmerzen:

  • Wärmeanwendungen wie Wärmflaschen und warme Bäder wirken entspannend und krampflindernd auf die Unterbauchmuskulatur
  • Tees
  • Entspannungsübungen wie Yoga, Pilates, Gymnastik
  • Akupunktur
  • TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
  • Homöopathische Mittel wie Belladona und Uzara können in manchen Fällen zu einer Besserung der Beschwerden führen

Viele Frauen berichten bereits von einer großen Linderung der Regelschmerzen durch Wärmeanwendungen und Entspannung. Gerade bei leichten Beschwerden sind diese Möglichkeiten den medikamentösen Behandlungsoptionen vorzuziehen. Bei stärkerer Ausprägung ist eine Kombination mit Schmerzmitteln oder Hormonpräparaten sinnvoll.

Schmerzmittel gegen Menstruationsschmerzen:

  • Aspirin
  • Paracetamol
  • Prostaglandinsynthesehemmer wie Ibuprofen: Sie wirken über Hemmung der Prostaglandinsynthese
  • Magnesium wirkt über eine Verminderung der muskulären Erregbarkeit und trägt somit zu einer Relaxation der Muskulatur bei
  • Calciumantagonisten wirken über Erniedrigung des Prostaglandinspiegels und vermindern damit die Frequenz der Gebärmutterkontraktion
  • Spasmolytika wie Buscopan wirken krampflösend auf die Muskulatur

Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte immer mit Bedacht erfolgen und bei häufiger Anwendung ein Arzt konsultiert werden.

Hormonpräparate gegen Regelschmerzen:

  • Antibabypille: Gestagen-Östrogen-Präparate

Was sind Vorteile und Nachteile der Pille bei der Behandlung der Menstruationsschmerzen?

Die Antibabypille ist ein Gestagen-Östrogen- oder reines Gestagenpräparat (Minipillle) und wird neben der Schwangerschaftsverhütung zur Reduktion von Akne, Zykluskontrolle und Menstruationsschmerzen eingesetzt.
Besteht der Wunsch nach Verhütung ist somit eine hormonelle Therapie mit Kombinations- oder Gestagenpräparaten (Minipille) die Therapie der Wahl. Durch das Hormonpräparat wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt - die Regelblutung wird leichter - und zusätzlich dem Wunsch nach Schwangerschaftsverhütung nachgekommen.

Nebenwirkungen wie Bluthochdruck, Kopfschmerzen und ein erhöhtes Thromboserisiko sind dabei gegenüber den Vorteilen individuell abzuwägen.
Vor Verschreibung des Hormonpräparates sind immer die Kontraindikationen der Pille wie starkes Rauchen, lange Bewegungsunfähigkeit, Vorerkrankungen wie Thrombose oder Schlaganfall zu bedenken. In diesen Fällen sollten Betroffene auf eine alternative Behandlung der Regelschmerzen zurückgreifen.

Für von Menstruationsschmerzen betroffene Frauen, die keinen Verhütungsbedarf haben oder eine hormonelle Therapie ablehnen, sind Gymnastik, Yoga und Sport eine langfristige Therapieoption. Symptomatisch sollte auf Schmerzmittel und Wärmeanwendungen sowie Tees zurückgegriffen werden. Wichtig ist dabei, dass Schmerzmittel wie Ibuprofen nicht als Dauermedikation zu nutzen sind. Sie sollten lediglich aufgrund ihrer schnellen Wirksamkeit zur akuten Schmerzlinderung verwendet werden. Bei übermäßiger Anwendung sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Ist sowohl die Behandlung mit oralen Schmerzmitteln als auch Hormonpräparaten erfolglos, ist dies ein Hinweis auf eine Sekundäre Dysmenorrhoe. In diesem Fall sollte unbedingt eine erneute Untersuchung durch den Gynäkologen erfolgen, um organische Ursachen wie Entzündungen oder Fremdkörper zu erkennen und adäquat zu behandeln.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden?

Zur Linderung der Beschwerden ist es wichtig, schon bei Beginn der ersten Symptome zu handeln. Eine frühzeitige Einnahme von Schmerzmitteln oder Linderung mithilfe von Wärme und Entspannung verhindert die Zunahme der Schmerzen während der Periode.

Auch in den beschwerdefreien Wochen ist eine ausgewogene Ernährung, Sport und Entspannung ein wichtiger Faktor zur Reduzierung der Dysmenorrhoe. Sowohl seelische Ausgeglichenheit als auch körperliche Betätigung lösen Verkrampfungen der Unterbauchmuskulatur und Gebärmutter, sodass die Anfälligkeit und Ausprägung der Regelschmerzen reduziert werden kann.

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Quellen:

  • Thomas Weyerstahl, Manfred Stauber (2013) Thieme, Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Regine Gätje, Christine Eberle, Christoph Scholz und weitere (2011, 2015) Thieme, Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe
  • B.C. Runnebaum, T. Rabe (2013) Springer Verlag, Orale Kontrazeption 
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