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Patientin mit Myomen

Myome sind gutartige Tumoren des Uterus mit östrogenabhängigem Wachstum. Da sie oft keine Beschwerden verursachen, werden sie meistens nur zufällig bei der Ultraschall-Untersuchung beim Frauenarzt bemerkt. Wenn sie aber doch Beschwerden wie Störungen der Regelblutung, Bauchschmerzen oder Störungen beim Wasserlassen verursachen, gibt es verschiedene Therapieoptionen.

DrEd erklärt, welche medikamentösen Therapien zu Verfügung stehen und wann sie angewendet werden können.

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Wie häufig treten Myome auf?

Myome treten sehr häufig auf. Bei 10 – 20 Prozent aller Frauen finden sich nach dem 30. Lebensjahr solche Geschwüre von derber Konsistenz in der Gebärmutter. Sie sind in der Regel gutartig und ihr Wachstum erfolgt östrogenabhängig, je nach Hormonspiegel.

Welche verschiedenen Myom-Arten gibt es?

Abhängig vom Ort der Entstehung und der Wachstumsrichtung unterscheidet man verschiedene Formen. Es gibt die sogenannten intramuralen Myome, die im Muskelgewebe des Uterus liegen. Diese Form ist mit 50 Prozent der Fälle die häufigste und macht nur in den seltensten Fällen Beschwerden. Außerdem gibt es die subserösen Myome, die in Richtung Bauchhöhle, also nicht in die Gebärmutter hinein, wachsen. Die submukösen Myome wachsen innerhalb der Gebärmutter und haben eine Wachstumstendenz in die Gebärmutter hinein. Mit 5 Prozent der Fälle treten sie allerdings relativ selten auf. Manche Myome wachsen an einem Gewebestiel. Das kann zu Komplikationen führen, da sie durch den Stiel relativ stark beweglich sind.

Welche Symptome zeigen Myome?

Die Symptome von Myomen sind sehr vielfältig und abhängig davon, wo sie wachsen, in welche Richtung sie wachsen und wie groß sie sind. Kleine intramurale und subseröse Myome machen in der Regel keine Beschwerden. Bei größeren Myomen kann es zu einer verlängerten Regelblutung bis Dauerblutung, Schmerzen während der Regel oder zu unregelmäßigem Zyklus kommen, der verkürzt sein kann. Bei sehr großen Myomen, die auf die Blase oder auf den Darm drücken, kann es zu Störungen beim Wasserlassen oder zu Verstopfungen kommen. Es kann durch die Größe auch zu dem sogenannten Pseudo-Meigs-Syndrom kommen. Hierbei kommt es zu Wasseransammlungen im Bauch, die sogenannte Aszitis, und in der Lunge, der sogenannte Pleuraerguss, kommen.

Kann man schwanger werden, wenn man Myome hat?

Für Frauen, die schwanger werden möchten, kann dieser Wunsch durch das Vorhandensein von Myomen erschwert werden. Sie behindern vor allem die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter. Wenn Myome während der Schwangerschaft bestehen, kommt es außerdem zu einer vorübergehenden Größenzunahme und Schmerzhaftigkeit des oder der Myome. Außerdem ist das Risiko eine Früh- oder Fehlgeburt zu erleiden, erhöht. Auch Fehlstellungen des Embryos und daraus resultierende Komplikationen bei der Geburt, wie zum Beispiel der Geburtsstillstand, treten gehäuft auf.

Wie werden Myome diagnostiziert?

Beim Frauenarzt können folgende Untersuchung durchgeführt werden, um Myome zu diagnostizieren: Der Frauenarzt kann die Geschwüre während seiner Tastuntersuchung tasten. Außerdem kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, in der auch nicht tastbare Myome dargestellt werden können.

Welche Risiken treten bei Myomen auf?

Myome können verschiedene Komplikationen hervorrufen. Es kann durch die verstärkte Regelblutung zu erhöhtem Blutverlust und damit zu einer Blutarmut kommen. Außerdem können große Myome zu einer Harnstauung oder zu venösen Abflussstörungen der Beingefäße durch Abdrücken führen. Außerdem können sich gestielte Myome drehen und dadurch akute Bauchschmerzen verursachen. Dabei kann auch deren eigene Blutzufuhr abgeschnürt werden, was zu sogenannten Myomnekrosen führt. Diese können sich anschließend infizieren und zu einer Blutvergiftung führen. In sehr seltenen Fällen (0,2 – 0,8 Prozent der Fälle) können Myome auch in maligne Tumoren wie dem Leiomyosarkom entarten.

Wie werden Myome therapiert?

Therapeutisch gibt es mehrere Möglichkeiten. Kleine Myome, die keine Beschwerden verursachen werden alle 6 – 12 Monate kontrolliert. Für Myome, die Beschwerden verursachen gibt es medikamentöse Therapien. Dabei kann eine Hormonbehandlung mit Gestagenen erfolgen, beispielsweise mit Lynestrenol oder Orgametril. Es gibt aber auch die Möglichkeit bei gleichzeitig erwünschter Verhütung Gestagen betonte Pillen, wie zum Beispiel Microgynon, einzunehmen. Diese führen gleichzeitig auch zu einer Normalisierung der Blutungsstörungen. Sollten eine gestagenhaltige Pille bereits seit längerer Zeit einnehmen, können die Ärzte von DrEd ein Folgerezept ausstellen.

Zur Größenreduktion zugelassene Medikamente sind die sogenannten Antiöstrogene. Diese sind in verschiedenen Anwendungsformen als Nasenspray, Spritzen oder Tabletten erhältlich.

Neben der medikamentösen Therapie gibt es auch die Möglichkeit, die Blutversorgung der Myome über eine sogenannte Katheterembolisation zu unterbinden. Dabei wird ein Katheter über die Leiste eingeführt und die Gefäße der Myome mit Polyacrylpartikeln verstopft.

Bei sehr großen Myomen, starken Beschwerden, raschem Wachstum der Myome oder Komplikationen wie Stieldrehung oder Infektionen sollten die Myome operativ entfernt werden. Dabei kann, gerade bei noch bestehendem Kinderwunsch, durch eine sogenannte Myomenuklenation nur das Myom entfernt werden. Diese wird in der Schlüssellochtechnik, also laparoskopisch, durchgeführt. Dabei kommt es in 15 Prozent der Fälle zu Rezidiven. Außerdem darf bei der folgenden Schwangerschaft die Geburt nicht auf natürlichem Weg durchgeführt werden. Wegen der Gefahr der Gebärmutterruptur muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Bei sehr großen Myomen, die auch stark verwachsen sind, ist eine Myomenukleation allerdings nicht mehr möglich. Dann wird eine Hysterektomie, also eine Totalentfernung der Gebärmutter, durchgeführt. Bei Patientinnen in der Postmenopause können gegebenenfalls die Eierstöcke auch mitentfernt werden.

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Quellen:

  • Haag, Hanhart, Müller et al. (2014/15). Gynäkologie und Urologie für Studium und Praxis (7. Auflage) Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  • Fascilla, F.D., Cramarossa, P., Cannone, R. et al. (2016 Mar 15). Ultrasound diagnosis of uterine myomas. Minerva Ginecol. Epud ahead of print.
  • Shwayder, J., Sakhel, K. (2014). Imaging for uterine myomas and adenomyosis. J Minim Invasive Gynecol. 21(3):362-76.
  • Duhan N. (2013). Advances in management of uterine myomas. Front Biosci (Elite Ed) 1;5:12-22.
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