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Patientengespräch über die Kupferkette

Die Kupferkette als nicht-hormonelle Langzeitverhütung ist eine beliebte Alternative zur Antibabypille. Als Weiterentwicklung der Kupferspirale hat sie zwar den gleichen Wirkmechanismus, zeichnet sich aber durch deutlich geringere Nebenwirkungen aus. Die Kupferkette ist sehr sicher und für die meisten Frauen gut geeignet. Besonders, wenn der Wunsch nach nicht-hormoneller Verhütung besteht, kann über das Einsetzen einer Kupferkette mit dem Gynäkologen gesprochen werden. 

Die Kupferkette wird beim Gynäkologen eingesetzt. Folgerezepte für Antibabypillen können bei den Ärzten von DrEd angefordert und das Medikament direkt nach Hause bestellt werden.

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Was ist die Kupferkette?

Die Kupferkette zählt zu den Langzeitverhütungsmethoden. Darunter gehört sie zu den nicht-hormonellen sogenannten Intrauterinpessaren (IUPs). Ein weiterer Vertreter der IUPs ist die Kupferspirale. Die Kupferkette ist, wie ihr Name schon verrät, wie eine kurze Kette aufgebaut, die in die Gebärmutter eingesetzt wird. Sie besteht aus vier bis sechs Kupferelementen, die jeweils etwa fünf Millimeter lang und zwei Millimeter breit sind. Diese Elemente sind an einem Faden aufgereiht.

Wie wird die Kupferkette angewendet?

Die Kupferkette wird von dem behandelnden Gynäkologen während eines kleinen ambulanten Eingriffs eingesetzt. Dies wird bevorzugt in der Zeit der Menstruation durchgeführt, da dann der Muttermund weicher und elastischer ist. So kann der Gynäkologe mit speziellen Einsatzhilfen die Kette in der Gebärmutterwand mit einem Knoten fixieren. Am Ende ragt ein kleines Stück der Kette aus der Scheide heraus. Daran überprüft der Gynäkologe, ob die Kette fest sitzt und den richtigen Platz eingenommen hat. Während des Eingriffs kann der Muttermund lokal betäubt werden, um Schmerzen zu vermeiden.

Wie wirkt die Kupferkette?

Im Gegensatz zu den hormonellen Verhütungsmethoden greift die Kupferkette nicht in den Hormonhaushalt der Frau ein. Die kontrazeptive Wirkung der Kupferkette entsteht durch das Freisetzen von Kupfer-Teilchen in die Gebärmutter. Die Kupfer-Teilchen haben in zwei Punkten eine empfängnisverhütende Wirkung:

Zum Einen verhindern die Kupfer-Teilchen, dass beim Geschlechtsverkehr eindringende Spermien die Eizelle befruchten. Sie hemmen die Beweglichkeit der Spermazellen und stören so die Interaktion von Spermazelle und Eizelle.

Zusätzlich bewirken die freigesetzten Kupfer-Teilchen eine veränderte Zusammensetzung der Gebärmutterschleimhaut, in die sich eine befruchtete Eizelle einnisten würde. Selbst wenn es zu einer Befruchtung kommt, sind also die Einnistung und eine folgende Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich.

Ist ein Kupferperlenball vergleichbar mit der Kupferkette?

Der Kupferperlenball ist in der Anwendung und Wirkung vergleichbar mit der Kupferkette. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass es sich bei der Kupferkette um einen Faden handelt, an dem die Kupferteilchen aufgefädelt sind. Die Kupferperlen des Kupferperlenballs hingegen sind auf einer Kugel bestehend aus sogenannter Formgedächtnislegierung angeordnet und wird in die Gebärmutter platziert. Der Kupferball passt sich so ganz natürlich jeder Bewegung an.

Für wen ist die Kupferkette geeignet?

Die Kupferkette ist zur Verhütung prinzipiell für Frauen in jedem Alter und jeder Lebensphase, mit wenigen Ausnahmen, geeignet. Im Gegensatz zur Kupferspirale, die besonders bei Frauen angewendet wurde, die bereits ein Kind geboren haben, kann die neue Kupferkette auch bei jungen, noch nicht schwanger gewesenen Frauen eingesetzt werden.

Sie ist geeignet für Paare, die sicher und ohne Hormone verhüten wollen. Frauen, die die Pille oder andere Hormontherapien nicht vertragen oder gar nicht erst beginnen möchten, wählen gerne die Kupferkette als hormonfreie Alternative zur Pille. Sie schützt in hohem Maße vor Schwangerschaften, gewährleistet allerdings keinen Infektionsschutz. Daher ist sie nur für Paare ohne Gefahr der Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) geeignet.

Wie sicher ist die Kupferkette?

Die Kupferkette zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden. Der Pearl Index, also der Prozentsatz der Frauen, die innerhalb eines Jahres trotz Kupferkette schwanger geworden sind, beträgt nur 0,1 bis 0,5. Es werden also weniger als eine von einhundert Frauen pro Jahr bei Anwendung der Kupferkette schwanger.

Wie lange wirkt die Kupferkette?

Die Kupferkette verbleibt etwa drei bis fünf Jahre im Körper. Sie muss während dieser Zeit nicht ausgetauscht werden, da sie innerhalb dieses Zeitraums dauerhaft eine kleine, wirksame Menge an Kupfer-Teilchen in die Gebärmutter abgibt.

Kann man direkt nach Entfernung der Kupferkette wieder schwanger werden?

Nach den maximal fünf Jahren, die die Kupferkette in der Gebärmutter verbleiben darf, muss sie vom behandelnden Gynäkologen entfernt werden. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Schwangerschaft sofort wieder möglich. Die Wirkung der Kupfer-Teilchen besteht nur, solange sie ständig in einer kleinen Menge von der Kette abgegeben werden. Nach der Entfernung ist die Konzentration sofort so gering, dass eine Befruchtung wieder erfolgen kann.

Welche Vorteile bietet die Anwendung einer Kupferkette zur Verhütung?

Die Kupferkette ist prinzipiell sehr gut verträglich und hat wenige Nebenwirkungen. Durch ihre flexible Anpassung an die Gebärmuttergröße kann sie bereits bei jungen Frauen, die noch nie schwanger waren, ohne Probleme eingesetzt werden. Sie ist kaum bis gar nicht spürbar und ermöglicht eine natürliche hormonelle Regulation des Körpers, da sie nicht in den Hormonhaushalt eingreift. Dies ist besonders für junge Frauen von Vorteil.
Die Kupferkette hat keinerlei Auswirkungen auf den gesamten Organismus – also keine systemischen Nebenwirkungen wie Hautveränderungen, Gewichtszunahme, Libidoverlust oder Ähnliches. Kupfer kommt auch natürlicherweise in geringen Mengen im Körper vor und ist deshalb bis auf wenige spezielle Ausnahmen, vollkommen ungefährlich.

Gibt es Nachteile der Kupferkette?

Manche Anwenderinnen haben nach dem Einsetzen der Kupferkette eine verstärkte Menstruationsblutung. Dies dauert jedoch nicht immer an, sondern kann sich auch wieder regulieren, da der Körper sich an den neuen Gegenstand gewöhnt. Meist geht dies relativ schnell. In wenigen Fällen bleiben die Beschwerden aber so stark, dass die Kette wieder entfernt werden muss.
Gelegentlich sind auch anfängliche Schmierblutungen möglich, die allerdings ebenfalls nach wenigen Tagen verschwinden.

Ein Nachteil kann aber auch das Fehlen der systemischen Wirkung sein. Frauen, die durch die Einnahme einer Pille zum Beispiel ein besseres Hautbild oder regelmäßigere Blutungen bekommen haben, werden bei der Umstellung auf die Kupferkette einen Rückgang der positiven Nebeneffekte der Pille spüren. Patientinnen mit starken Beschwerden bei der Regelblutung sollten deshalb die Vor- und Nachteile nicht-hormoneller Verhütung abwägen und mit dem Arzt darüber sprechen, welche Methode die sinnvollste darstellt.

Kann die Kupferkette anstelle der „Pille danach“ angewendet werden?

Die Kupferkette stellt außerdem eine hormonfreie Alternative zur „Pille danach“ dar. Sie kann bis zu fünf Tage nach dem riskanten Geschlechtsverkehr eingesetzt werden. Dabei verhindert sie, wie auch bei dem Schwangerschafts-vorbeugenden Einsatz, die Entstehung einer Schwangerschaft auf zwei Arten: Sie verhindert sowohl die Verschmelzung von Spermazelle und Eizelle, als auch die Einnistung einer eventuell bereits befruchteten Eizelle. So können etwa 99 Prozent der Schwangerschaften auch nachträglich noch verhindert werden.

Wann sollte die Kupferkette nicht angewendet werden?

Vor dem Einsetzen der Kupferkette überprüft der behandelnde Gynäkologe die Patientin auf Entzündungen der Fortpflanzungsorgane, also der Eierstöcke, der Gebärmutter oder der Scheide. Wenn er bakterielle oder virale Erkrankungen feststellt, müssen diese zunächst behandelt werden, bevor die Kupferkette eingesetzt werden kann.

Ein weiteres Ausschlusskriterium für die Verhütung mit der Kupferkette ist die seltene Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson oder andere Unverträglichkeiten gegenüber dem Element Kupfer. Auch seltene Fehlstellungen der Gebärmutter sind für den Gynäkologen ein Grund, die Kupferkette nicht einzusetzen. Er wird das Problem bei der betroffenen Patientin ansprechen und eine alternative Verhütungsmethode vorschlagen.

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Quellen:

  • Artikel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Die Kupferkette“, zuletzt aktualisiert am 08.09.2015, www.familienplanung.de, aufgerufen am 28.04.2016
  • Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme Verlag, 3. Auflage 2007, Hrsg.: M. Stauber, T. Weyerstahl: (S. 418ff.)
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