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Ein Mann denkt über eine Haartransplantation nach

Haarausfall, auch Alopezie genannt, ist ein weit verbreitetes Problem. Normalerweise fallen jedem Menschen täglich etwa 80 bis 100 Kopfhaare aus, die anschließend wieder nachwachsen. Fallen über einen längeren Zeitraum hinweg mehr als 100 Kopfhaare aus, ohne dass neue Haare nachwachsen, spricht man von Haarausfall.

Die Ursache kann entweder genetisch sein oder es handelt sich um eine Erkrankung. Männer sind stärker vom Problem des Haarausfalls betroffen. Das liegt daran, dass das männliche Sexualhormon DHT (Dihydrotestosteron) Einfluss auf die Wachstumsphasen der Haarwurzeln hat. Durch eine Überempfindlichkeit gegen DHT kommt es zu einer Verkürzung der Wachstumsphasen und dadurch zu einer Verkümmerung des Kopfhaares. Häufig endet diese Entwicklung in der Bildung einer Glatze. Ein derart verändertes Erscheinungsbild führt oft dazu, dass die betroffene Person unzufrieden mit dem eigenen Aussehen ist.

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In den Medien wurde schon häufiger von Prominenten berichtet, die ihren Haarausfall mit einer Haartransplantation behandelt haben. Wenn andere Mittel nicht den gewünschten Erfolg bringen, fragen sich viele Männer, ob diese Methode auch für sie in Frage kommt. Das hängt im einzelnen Fall von den Ursachen des Haarausfalls und der Ausgabebereitschaft des Betroffenen ab.

Was sind die Gründe für eine Haartransplantation?

Eine lichter werdende Kopfbehaarung kann von Männern und Frauen gleichermaßen als ästhetischer Makel empfunden werden und dazu führen, dass das Selbstbewusstsein darunter leidet. Aus diesem Grund haben Haartransplantationen in den letzten Jahren zugenommen. Aus einer Studie der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC) aus dem Jahr 2011 geht hervor, dass 81 Prozent aller Haartransplantationen an Männern durchgeführt werden. Diese Tatsache lässt auf ein gesteigertes Interesse der männlichen Selbstwahrnehmung schließen. Eine Haartransplantation wird vor allem dann empfohlen, wenn die medikamentöse Behandlungen von Haarausfall versagt, da z.B. der Haarausfall bereits zu weit fortgeschritten ist. Auch wenn Unverträglichkeiten gegen Wirkstoffe der Medikamente vorliegen, bietet eine Haartransplantation eine wirksame Therapie gegen Haarausfall. Eine Haartransplantation ist vor allem bei der genetisch bedingten Art des Haarausfalls sinnvoll. Bei diesem Erkrankungstyp tritt der Haarausfall nur an bestimmten Stellen auf. So können Haarwurzeln aus gesunden Regionen entnommen und anschließend an die Stellen des Haarausfalls verpflanzt werden. Bei einer krankhaften Ursache des Haarausfalles ist diese Methode nur bedingt möglich. Vor allem bei der Alopecia diffusa, dem unregelmäßigen und diffusen Haarausfall, sind die Haarwurzeln an sehr vielen Stellen geschädigt. Das macht es schwierig, genügend gesunde Haarwurzeln für eine Echthaartransplantation zu finden.

Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist ein komplikationsarmer Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Die Verpflanzung der Haarwurzeln kann in einer oder mehreren Sitzungen stattfinden. Es ist wichtig, sich in einem Beratungsgespräch mit einem Hautarzt (Dermatologen) darüber zu verständigen, welche Art der Transplantation vorgenommen werden soll. Es muss unter anderem geprüft werden, ob die eigenen Haarwurzeln stark genug für eine Transplantation sind. Wenn der Eingriff in Frage kommt, stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl. Die unterschiedlichen Methoden unterscheiden sich in drei Punkten:

  1. Echt- oder Kunsthaar
  2. Größe der entnommenen Haarwurzelbüschel
  3. Art der Entnahme

Echt- oder Kunsthaar

Die standardmäßige Methode der Haartransplantation besteht darin, eigene Haarwurzeln aus gesunden Gebieten in die kahlen Gebiete zu verpflanzen. Ist diese Art der Transplantation nicht mehr möglich, da zum Beispiel das Gebiet des Haarausfalles bereits zu großflächig ist, wird manchmal die Methode der Kunsthaartransplantation in Betracht gezogen. Kunsthaartransplantationen werden allerdings sehr kritisch betrachtet. So bricht ein relativ großer Anteil der in die Kopfhaut eingefügten synthetischen Fasern bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Zudem gibt es medizinische Bedenken, da es häufig zu Abstoßungsreaktionen des Körpers auf die Kunsthaare kommt. Außerdem ist das Risiko einer bakteriellen Infektion erhöht.

Größe der entnommenen Haarwurzelbüschel

Die am häufigsten genutzte Methode ist die sogenannte Graft-Methode. Bei dieser Art der Haartransplantation werden zwei bis fünf Haarwurzeln mit einem Gesamtdurchmesser von etwa einem Millimeter verpflanzt. Mit diesen sehr kleinen Paketen ist es möglich, ein natürliches Bild zu schaffen. In einer Sitzung werden etwa 1.000 bis 1.500 Grafts verpflanzt. Die Nachteile bestehen darin, dass die Transplantation zeitaufwendig und kostenintensiv sind. Aus diesem Grund gibt es noch zwei andere Methoden der Haartransplantation. Bei der FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) werden sehr dünne Haarstreifen transplantiert. Zudem besteht die Möglichkeit, ganze Haarbüschel zu verpflanzen. Der entscheidende Nachteil der genannten Methoden besteht darin, dass es schwierig ist, ein realistisches Kopfhaar zu schaffen, da die großen Büschel unnatürlich wirken können.

Art der Entnahme

Es gibt mehrere Techniken, um eine Haartransplantation durchzuführen. So kann die Kopfhaut entweder geschnitten oder gestanzt werden. Während die Wundfläche bei geschnittener Haut kleiner ist, verläuft das Zusammenwachsen der gestanzten Hautteile oftmals besser. Eine schonende Methode besteht darin, die Haare mit einem Extraktionsinstrument zu entnehmen. Dabei entstehen keine Narben, dafür ist diese Methode sehr teuer. Eine weitere Alternative ist die Transplantation mittels Laser. Die Blutungen sind noch geringer als bei einer herkömmlichen Operation, allerdings kann das Gewebe der Kopfhaut durch die Wärme des Lasers geschädigt werden. 

Was kostet eine Haartransplantation?

Die Kosten für eine Haartransplantation können stark variieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Vornherein ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Hautarzt zu führen. In diesem sollten die Beweggründe für die Transplantation sowie die Risiken der Operation geklärt werden. Faktoren, die den Preis der Transplantation beeinflussen sind:

  • die Menge der transplantierten Haare
  • die Art der Klinik
  • und der Ort der Klinik

So kann für das Auffüllen von leichten Geheimratsecken mit Kosten um die 2.000 Euro gerechnet werden. Sind größere Flächen vom Haarausfall betroffen, können die Kosten auch schnell die Grenze von 5.000 Euro überschreiten. Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist im Normalfall nicht möglich. Ausnahmen bilden Unfallfolgen wie eine Verbrennung der Kopfhaut.

Kliniken im Ausland locken mit günstigen Angeboten. Oftmals sind die hygienischen und pflegetechnischen Standards dieser Kliniken aber nicht mit denen deutscher vergleichbar. Auch die Qualität der Beratung kann abweichen, da zusätzlich Verständigungsprobleme auftreten können.

Welche Ursachen von Haarausfall gibt es?

Genetisch bedingter Haarausfall

Die sogenannte androgenetische Alopezie ist vor allem bei Männern ein stark verbreitetes Problem. Durch Veränderungen im Erbgut werden Überempfindlichkeiten gegen das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) auch über Generationen hinweg vererbt. Diese Überempfindlichkeit führt dazu, dass die Wachstumsphasen der Haare stark verkürzt werden. Die Folge davon ist, dass es nach und nach zur Verkümmerung des Kopfhaares kommt. Stark betroffen ist dabei in vielen Fällen zunächst die Region an den Schläfen, die sogenannten „Geheimratsecken“. Später wird der Haarausfall auch am Hinterkopf sichtbar. Letztendlich führt diese Art des Haarausfalles bei Männern zur Bildung einer Glatze. Eine Überempfindlichkeit gegen DHT kann auch bei Frauen auftreten, allerdings tritt der Haarausfall bei ihnen nur in einem wesentlich geringeren Maße auf. Das liegt daran, dass DHT vor allem ein männliches Sexualhormon ist. So ist DHT neben dem Wachstum des Kopfhaares, auch für den Bewuchs auf der Brust oder der Schamregion verantwortlich.

Krankhaft bedingter Haarausfall

Bei der sogenannten Alopecia areata sind die Ursachen des Haarausfalles noch nicht vollständig erforscht. Es wird angenommen, dass es auch hier eine genetische Veranlagung gibt. Das Besondere an der Alopecia areata ist, dass der Hausausfall erst durch das Zusammenspiel bestimmter Faktoren ausgelöst wird. Zu diesen Auslösern zählen:

  • Stress
  • Unverträglichkeiten von Medikamenten
  • Eisenmangel durch Fehlernäherung
  • Infektionen
  • Traumatische Verletzungen

Spielen diese Faktoren zusammen, entwickelt sich eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass der Körper allergisch gegen die körpereigenen Haare reagiert. Aus diesem Grund fallen sie aus. Das typische Bild eines krankhaft bedingten Haarausfalles besteht darin, dass sich innerhalb kurzer Zeit ein etwa ein bis zwei Zentimeter großer haarloser Kreis besteht. Innerhalb dieses Kreises entsteht auch oft ein leichter bis mittelschwerer Juckreiz. Eine Sonderform besteht darin, dass der Haarausfall diffus an mehreren Stellen gleichzeitig auftritt. Dieses Krankheitsbild wird auch Alopecia diffusa genannt. Als weitere Spezialformen droht auch der Verlust der gesamten Kopfbehaarung (Alopecia totalis) oder sogar der gesamten Körperbehaarung (Alopecia universalis).

Welche klassischen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Bei der Wahl der Therapieform von männlichem Haarausfall ist es ausschlaggebend, welche Ursache dem Haarausfall zugrunde liegt.

Therapie des genetisch bedingten Haarausfalls

Im Fall eines genetisch bedingten Haarausfalls ist die Behandlung stark auf das Steroidhormon DHT konzentriert. Da dieses Hormon aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron hergestellt wird, gehen die Therapieansätze dahin, die Stoffumwandlung im Körper zu hemmen. Medikamente, die auf diese Art und Weise wirken, besitzen oftmals den Wirkstoff Finasterid. Dieser Wirkstoff wird vor allem bei Männern eingesetzt. Nach einer regelmäßigen Einnahme über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten werden vor allem an den „Geheimratsecken“ Erfolge sichtbar. DHT ist ebenfalls entscheidend für die Entwicklung vom Jungen zum Mann in der Pubertät. Aus diesem Grund kann es vor dem Eintritt in das Erwachsenenalter nicht zur Behandlung des Haarausfalles eingesetzt werden. Selten treten Nebenwirkungen wie Potenzstörungen oder ein verringertes Lustempfinden auf.

Therapie des krankhaft bedingten Haarausfalls

Liegt als Ursache des Haarausfalls eine Erkrankung vor, stehen andere Behandlungsmöglichkeiten offen. Grundsätzlich kann man sagen, dass Behandlungen umso erfolgreicher sind, je eher mit der Therapie begonnen wird. So werden gerne Immunsupressiva eingesetzt (Wirkstoffe, die das körpereigene Immunsystem herabsetzen), um der Autoimmunreaktion des Körpers entgegenzuwirken. Zudem gibt es Therapieansätze, die Hautirritationen an den Stellen des Haarausfalles zu behandeln. Derartige Wirkstoffe sind zum Beispiel Anthralin und Dithranol. Diese Medikamente werden oft als Salbe oder Creme auf die betroffene Stelle aufgetragen und sollen dort die Bildung von Schuppenflechten sowie die Entzündung der Hautzellen verhindern. Als Nebenwirkungen können Überempfindlichkeiten oder Hautverfärbungen auftreten.

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Quellen:

  • Azar, Reza: Minimalinvasive Haartransplantationen. Springer Verlag, 2015
  • Moll, I. (2010). Duale Reihe Dermatologie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart

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