Hervorragend 9.5/10

Die Medizin feiert den internationalen Frauentag

Die Geschichte der Pille - DrEd

Aus der Sicht der Medizin hat sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft in den letzten 100 Jahren seit dem ersten Weltfrauentag 1911 stark gewandelt.
 
Fragt man jemanden nach den bedeutendsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts, bekäme man wahrscheinlich Antworten, wie das Fernsehen, der Mikrochip oder das Internet - um nur einige zu nennen. Doch keine Erfindung hat unsere Gesellschaft so vielseitig geprägt wie die Antibabypille. Sie wurde vor 54 Jahren am 9. Mai 1960 von der FDA - der amerikanischen Food and Drug Administration - verabschiedet. Es war ein medizinischer Durchbruch, der viele Jahre gedauert hatte. Am Ende entstand die einfachste und zuverlässigste Form der Geburtenkontrolle, die jemals erfunden wurde.
 
Die Pille traf die Gesellschaft in einer Zeit sozialer und politischer Umwälzungen und wurde so zu einem Symbol revolutionärer Veränderungen ihrer Zeit: die Ablehnung von Traditionen, die Herausforderung gesellschaftlicher Umorientierung und die Neudefinition der Rolle der Frau.
 
(Hier geht's zur Slideshow "Die Geschichte der Antibabypille")

Erfinderin der Pille zur Verhütung

1916

Die erste Klinik für Geburtenkontrolle

Die Krankenschwester Margaret Sanger gründet die erste Frauenklinik in New York, USA. Sie will über Verhütungsmethoden und Familienplanung aufklären. In einer katholischen männerdominierten Gesellschaft stößt sie allerdings immer wieder auf Widerstand.
 

Isolation von Östrogen

1929 & 1934

Ein wissenschaftlicher Durchbruch

Adolf Butenandt und Edward Adelbert Doisy isolieren unabhängig voneinander Östrogen und bestimmen seine Struktur, die Grundlage für den Einsatz von Östrogen in der Pille. Adolf Butenandt isoliert 5 Jahre später das weibliche Sexualhormon Progesteron aus 50.000 Eierstöcken von Schweinen. 1939 erhält er dafür den Chemie-Nobelpreis. Doch allein mit der Isolation des Hormons hätte es niemals eine wirkungsvolle Verhütungsmethode für Frauen gegeben.
 

Gruppe von Frauen im Labor

1945

Hormone künstlich hergestellt

Carl Djerassi und Gregory Pincus gelang es, Norethisteron, eine den weiblichen Sexualhormonen ähnliche Substanz, herzustellen. Norethisteron verhindert den Einsprung und wurde erstmals 1951 in Mexiko-Stadt synthetisiert.
 

Gregory Pincus und Freunde

1951

Der Traum von einer "magischen" Verhütungspille

Margaret Sanger trifft den Biologen Gregory Pincus bei einer Dinner-Party und erwähnt, ihren Traum von einer "magischen" Pille. Sanger unterstützte Pincus` Forschung mit großen Summen aus der 1921 von ihr gegründeten „American Birth Control League".

Die erste Pille

1957

Die erste Pille

Das erste Pille “Enovid” wurde mit der Food and Drugs Administration (FDA), zur Behandlung von Menstruationsstörungen registriert. Innerhalb kurzer Zeit werden in den USA 41 Prozent der verheirateten Frauen unter 30 mit der für Menstruationsbeschwerden verordneten Pille Enovid behandelt.

synthetisches Progesteron

1958

Die Entwicklung von synthetischem Progesteron

Die britische Zeitung “Times” veröffentlicht einen Artikel über die Entwicklung einer synthetischen Form von Progesteron, einem Hormon, dass in Kombination mit Östrogen in vielen modernen Verhütungspillen verwendet wird.

FDA

1960

Erfolgreiche Zulassung in den USA

Inovit wird als erstes hormonelles Verhütungmittel in den USA zugelassen.

Die erste deutsche Pille

1961

Die erste deutsche Pille

Die Firma Schering bringt die erste Deutsche Pille “Anvolar” auf den Markt. Diese enthält gegenüber dem amerikanischen Vorbild nur halb so viele Hormone. Damit reduzieren sich auch die Nebenwirkungen. 

Eine unerwartete Entwicklung für die Luftfahrtbranche 

Trotz vieler Kontroversen hatte die Pille die öffentliche Meinung damals auf ihrer Seite und wurde von Millionen von Frauen bereits kurz nach ihrer Einführung regelmäßig eingenommen. Das Präparat ermöglichte erstmalig eine effektive, bequeme und nicht-invasive Möglichkeit zur Vermeidung von Schwangerschaften.
 
Die Zahl der Frauen, die das Präparat einnahmen, stieg in den USA von rund 400.000 im Jahr 1961 auf 1.200.000 ein Jahr später. Die Pille hatte jedoch auch Auswirkungen auf unerwartete Bereiche der Gesellschaft. Der Chef der Fluggesellschaft Pan-Am Harold Graham zog einige Jahre nach der Einführung der Pille eine positive Bilanz. Durch die Verzögerung der Familiengründung in den ersten Jahren der Ehe ergab sich eine Kombination aus genügend Zeit, verfügbarem Einkommen und dem Verlangen zu reisen.
So stieg die Zahl der Reisenden deutlich an.

Gruppe von Frauen in 1960

1967

Neue Möglichkeiten für Frauen

Weltweit nehmen etwa 13 Millionen Frauen die Pille. Dadurch haben junge Frauen die Möglichkeit ihren Universitätsabschluss zu erwerben und qualifizierte Berufe zu ergreifen. Noch 50 Jahre zuvor war eine unerwünschte Schwangerschaft der Hauptgrund für einen Studienabbruch.

Studentinnen dominieren 2009 das Fach der Humanmedizin

Eine neue Generation von Feministinnen sah in der Pille schließlich die Chance besonders die Bildungsmöglichkeiten für Frauen zu verbessern. 1972 wurde in den USA ein Gesetz erlassen, dass die Diskriminierung gegenüber Frauen im Bezug auf Bildung beendete und ihnen dadurch den Zugang zu den großen Universitäten öffnete. Dabei spielte die Pille eine bedeutende Rolle, meint die Harvard-Ökonomin Goldin. Sie ist davon überzeugt, dass Universitäten weibliche Bewerber nicht mehr unter der Annahme ablehnten, dass sie früher oder später schwanger wurden und das Studium abbrachen. In den Jahren zwischen 1970 und 1980 stieg infolgedessen die Zahl der Studentinnen rapide an. Besonders die bisher männlich dominierten Studienfelder, wie Wirtschaft, Jura oder Medizin verdreifachten innerhalb kürzester Zeit ihren Frauenanteil. Im Fach Medizin lag der Frauenanteil 1969 bei neun Prozent und 1976 bereits bei 20 Prozent. Dieser Umstand führte dazu, dass bis zum Jahr 1985 14 Prozent der amerikanischen Ärzte weiblich waren.
 
In Deutschland sind heute 63 Prozent der Studenten im Fach Humanmedizin im ersten Semester weiblich und nur 37 Prozent männlich. Einen Rekord gab es 2010, als sich zum ersten Mal mehr als 50.000 Studentinnen für Humanmedizin einschrieben. Mit jedem Karriereschritt wird der Anteil der weiblichen Ärzte jedoch kleiner. Während noch 60 Prozent der Studienanfänger weiblich sind, sinkt diese Zahl bei den Assistenzärztinnen bereits auf 50 Prozent und schlussendlich auf lediglich 16 Prozent bei den leitenden Oberärzten.

Frauen laufen einen Marathon

2010

Die zunehmende Verbreitung der Pille

Eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergab im Jahr 2010, dass jede zweite Frau in Deutschland im Alter von 20 bis 44 mit der Pille verhütet. Fast 90 Prozent der sexuell aktiven 14- bis 17-jährigen Mädchen nehmen ebenfalls die Pille.

Zunahme von weiblichen Ärzten führt zu mehr Freiheiten

Der Arztberuf war in Deutschland bis in die 1990er hinein männlich dominiert. Dem statistischen Bundesamt zufolge waren 2009 42,2 Prozent der berufstätigen Ärzte in Deutschland weiblich. Zwischen 1991 und 2009 hat sich die Zahl der weiblichen Ärztinnen von 81.981 auf 137.574 gesteigert. Dies entspricht einem Anstieg von 8,6 Prozent in 18 Jahren. Die Statistik zeigt hierbei einen deutlichen Trend in Richtung einer Feminisierung des Arztberufes.
 
Zusätzlich sind Experten davon überzeugt, dass Frauen den Arztberuf auf eine andere Art und Weise ausüben als Männer. Studien aus den USA belegen, dass Frauen in der Regel patientenzentrierter arbeiten und sich mehr mit dem psychosozialen Lebensumfeld des Patienten befassen.
 
Insgesamt führt die Zunahme von weiblichen Ärztinnen für Patienten zu mehr Freiheiten und Wahlmöglichkeiten. Besonders Frauen haben dadurch die Möglichkeit in bestimmten Situationen auf Wunsch einen weiblichen Arzt zu konsultieren.
 
Dr. Louisa Draper, eine Ärztliche Leiterin der Online-Arztpraxis DrEd.com (derzeit im Mutterschutz), ist davon überzeugt, dass Frauen heutzutage die gleichen Möglichkeiten in der Medizin haben, wie Männer. Auch bei einem in Deutschland eher unkonventionellen Praxismodell, wie einem Online-Arzt, könnten Patienten von einer weiblichen Ärztin behandelt werden.
 
Zu Beginn ihrer medizinischen Karriere vor rund sieben Jahren in der Ausbildung zur Orthopädin, eine meist männlich dominierte Fachrichtung, war sie zunächst die einzige weibliche Ärtzin. Dies änderte sich jedoch innerhalb weniger Jahre. Heute ist sie sich sicher, dass es für sie als Frau nichts gibt, dass sie in ihrer medizinischen Karriere nicht erreichen kann.
 
Wäre ihre Karriere die gleiche gewesen, hätte sie in den 1950er Jahren gelebt? Es scheint unwahrscheinlich. Durch die Pille begann eine Entwicklung, die bis heute Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Sie wird weiterhin das Leben von Patienten, Ärzten und Frauen verbessern und das ist ganz klar ein Grund, den diesjährigen Internationalen Frauentag zu feiern.
 
 
 

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