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Die chronisch entzündliche Hautkrankheit Rosacea oder Kupferrose ist aufgrund ihrer Symptome eine schwere Belastung für die Betroffenen. Meistens zeichnet sie sich durch eine schuppende Haut und starke Rötungen im Stirn- und Nasenbereich bis hin zu entzündlichen Pusteln und Verwachsungen (Rhinophymen) aus. Wie die Krankheit entsteht ist nicht bekannt, sie kann somit nur symptomatisch behandelt werden. Methoden wie die Gabe von Betablockern gegen die Rötung und Laserbehandlungen zur Verengung von Blutgefäßen zeigen nur kurzfristig Wirkung. Brimonidin-haltige Gels sind seit 2014 in Europa als erstes Medikament zur oberflächlichen Behandlung der Rosacea zugelassen. Klinische Studien zeigen, dass die Gels eine vielversprechende Therapie der durch Rosacea verursachten Rötungen und Schwellungen der befallenen Gesichtspartien sind.

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Was ist Rosacea und wie oft kommt sie vor?

Die Rosacea oder Kupferrose ist eine chronische Hauterkrankung, die meist im Gesicht und hierbei im Bereich der Nase, der Stirn und des Kinns auftritt. Sie zeichnet sich durch eine schuppige Rötung der Haut und das Entstehen von Geschwüren (Rinophymen) und entzündlichen Pusteln aus. Die Rötung der Haut entsteht hierbei durch eine vermehrte Durchblutung aufgrund erweiterter Blutgefäße. Spontane Verschlimmerung und eine darauf folgenden Verbesserung des Hautbildes sind nicht ungewöhnlich. Die Ursache der Rosacea ist bislang unklar. Die Vermutung, dass es sich um eine Art der Akne handelt, konnte nicht bestätigt werden. Anhand von wissenschaftlichen Studien wurde die Hypothese erhoben, dass es sich um eine Entzündungserkrankung aufgrund einer veränderten Immunantwort handelt. Zahlreiche Umweltfaktoren, wie UV Licht, Hormonschwankungen und Pathogene (besonders Haarbalgmilben) wurden als Auslöser und Grund für eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs diskutiert. Wird die Haut betroffener Patienten diesen Faktoren ausgesetzt, initiiert der Körper die Immunabwehr in Form von Entzündungsreaktionen, vermehrter Bindegewebs-Produktion und Veränderungen in der Gefäßstruktur.

Wer ist von Rosacea betroffen?

Die Krankheit bricht bei etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung - selten vor dem dreißigsten, eher bis zum vierzigsten Lebensjahr aus. Dabei sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Etwa ein Drittel der Personen, welche an Rosacea erkranken, können bereits mehrere Fälle in der Familie vorweisen. Die psychische Belastung der Betroffenen ist enorm. Über drei Viertel berichten über ein schwaches Selbstbewusstsein. Eine große Anzahl der Betroffenen weisen eine Depression vor. Es existieren keine Medikamente in Europa, die Rosacea ursächlich bekämpfen. Betroffenen wird bei milden Formen zunächst empfohlen, Risikofaktoren wie Sonneneinstrahlung und Milben so gut wie möglich zu reduzieren und Abdeckcremes zu verwenden. Gegen die Rötung im Gesicht können nicht selektive Betablocker verschrieben werden. Gegen die Vergrößerung der Blutgefäße im Gesicht kann eine Lasertherapie als Rosacea Behandlung hilfreich sein. All diese Therapiemethoden sind jedoch mit störenden Nebenwirkungen verbunden oder zeigen keinen langfristigen Erfolg. Bei Brimonidin-haltigen Gels handelt es sich somit um das erste zugelassene Mittel zur topischen Behandlung von Rosacea auf dem europäischen Markt, das in Langzeitstudien vielversprechende Ergebnisse bei schwachen Nebenwirkungen zeigte.

Welche Wirkung hat Brimonidin in der Therapie der Rosacea?

Brimonidin ist ein Derivat des Imidazolin und ein Sympathomimetikum. Ein Sympathomimetikum ist ein Wirkstoff, der eine anregende Wirkung auf den Sympathikus im vegetativen Nervensystem hat. Hierbei stimuliert Brimonidin selektiv den peripheren Alpha-2-Rezeptor was zu einer Vasokostriktion, also einer Gefäßverengung und einer Vasostabilisation führt. Auf die Haut aufgetragen führt Brimonidin somit zu einer Verminderung der Rötung, die von der verstärkten Durchblutung der Gesichtshaut hervorgerufen wird.

Was ist Mirvaso und wie wird es appliziert?

Ein Gel, das Brimonidintartrat enthält, ist seit dem Jahr 2014 in Deutschland unter den Namen Mirvaso erhältlich und für die symptomatische Therapie von Rosacea im Gesicht zugelassen. Das Gel wird alle 24 Stunden ein Mal auf die Haut aufgetragen und solange verwendet, wie eine Rötung der Gesichtshaut vorhanden ist. Auch wenn Mirvaso auf entzündete oder gereizte Hautstellen gegeben wurde, konnte keine Verschlechterung oder Ausbreitung dieser Bereiche im Gesicht festgestellt werden.

Mirvaso ist nur zur Anwendung auf dem Gesicht zugelassen und auf keinen Fall sollte die empfohlene Tagesdosis überschritten werden. Untersuchungen zu den Auswirkungen von einer Überdosierung von Brimonidin existieren nicht. Unmittelbar nach der Anwendung sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Brimonidin-haltige Gels können neben anderen entzündungshemmenden Kosmetika verwendet werden. Es sollte nach dem Auftragen des Gels jedoch abgewartet werden, bis dieses getrocknet ist, bevor ein weiteres Produkt verwendet wird. Bereits nach 12 Stunden konnte in klinischen Studien eine signifikante Verbesserung der Rötung im Gesicht der Probanden beobachtet werden. Über einen Zeitraum von 30 Tagen sprechen über 70 Prozent der Probanden auf das Medikament an. Es existieren bereits Langzeitstudien, die für eine sichere Anwendung von Mirvaso über den Zeitraum von einem Jahr sprechen.

Können bei der Verwendung von Brimonidin-haltigen Gels Nebenwirkungen auftreten?

Ja, die häufigsten Nebenwirkungen, die mit der Anwendung von Brimonidin-haltigen Gels in Verbindung gebracht werden sind Rötungen, Verschlechterung der Rosacea, Brennen, Jucken oder Irritation der Haut. Jedoch sind alle diese Nebenwirkungen von moderatem Ausmaß und führten im Allgemeinen nicht zum Abbruch der Therapie. Obwohl Brimonidin einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem haben kann, wurden bisher keine Änderungen des Blutdrucks oder der Herzfrequenz beobachtet. Auch der Augeninndruck bleibt bei Anwendung des Gels unbeeinflusst. Brimonidin-haltige Gels können die Haut und Haare aufhellen und sollten nicht in Kontakt mit der Kleidung gelangen.

Sind Kontraindikationen für Brimonidin bekannt?

Brimonidin sollte nicht in Kombination mit Monoaminooxidase-Hemmern sowie trizyklischen und tetrazyklischen Antidepressiva angewendet werden. Sobald eine schwerwiegende Irritation der Haut oder eine allergische Reaktion zu beobachten ist, solle das Gel so schnell wie möglich abgesetzt werden. Ebenso wird empfohlen Brimonidin nicht bei Kindern zwischen zwei und 18 Jahren und auf keinen Fall bei Kleinkindern unter zwei Jahren einzusetzen. Brimonidin-haltige Gels sollten nicht auf offene Wunden gegeben werden. Auch existieren keine Studien zur Anwendung von Brimonidin bei schwachen Ausprägungen von Rosacea.

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Quellen:

  • Weinkle, A. P., Doktor, V., & Emer, J. (2015). Update on the management of rosacea. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 8, 159–177. Online: www.doi.org .Abgerufen: 14.14.2015
  • Feldman, S. R., Huang, W. W., & Huynh, T. T. (2014). Current drug therapies for rosacea: a chronic vascular and inflammatory skin disease. [Research Support, Non-U S Gov't Review]. J Manag Care Spec Pharm, 20(6), 623-629. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov. Abgerufen: 16.10.2015

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