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Mann lässt sich zu ACE-Nebenwirkungen beraten

ACE-Hemmer sind effektive Blutdrucksenker, die in einen wichtigen Entstehungsmechanismus von zu hohem Blutdruck eingreifen. In den Industrieländern leiden immer mehr Menschen unter Bluthochdruck, weshalb die ACE-Hemmer zunehmend eingesetzt werden. Sie beeinflussen die körpereigene Blutdruckregulation über eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und können so zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen. Dies bleibt jedoch nicht immer ohne unerwünschte Nebenwirkungen, die bei jedem Patient unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

Die Ärzte von DrEd beantworten gerne Fragen zu Nebenwirkungen von ACE-Hemmern und stellen bei Bedarf Folgerezepte für Blutdruckmedikamente aus.

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Was sind ACE-Hemmer?

ACE-Hemmer sind Medikamente aus der großen Gruppe der Blutdrucksenker. Alle ACE-Hemmer tragen die Endung –pril wie Lisinopril und Captopril in ihrem Namen. Sie können als alleinige Therapie oder in Kombination mit weiteren Medikamenten zur Senkung des Blutdrucks eingesetzt werden.

Wie wirken ACE-Hemmer?

ACE-Hemmer beeinflussen die körpereigene Blutdruckregulation über das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). In diesem System wird Renin aus der Niere freigesetzt und löst eine Kette von Reaktionen aus. Das Enzym namens ACE (Angiotensin Converting Enzyme) spielt hierbei eine zentrale Rolle: Es bildet das Angiotensin II, das in den Blutgefäßen eine Verengung bewirkt und so den Blutdruck erhöht. ACE-Hemmer binden an dieses Enzym, sodass es kein Angiotensin II mehr produzieren kann. Es kommt somit durch die Wirkung von ACE-Hemmern nicht zu einem Anstieg des Blutdrucks.

Welche unerwünschten Nebenwirkungen können ACE-Hemmer verursachen?

Die häufigste Nebenwirkung von ACE-Hemmern ist ein trockener Husten. Er tritt etwa bei fünf bis zehn Prozent der Patienten in stärkerem Ausmaß auf. Bis zu dreißig Prozent der Patienten klagen über einen geringer ausgeprägten, jedoch unangenehmen Husten.

Weiterhin zählen zu den häufigeren Nebenwirkungen Allergien gegen ACE-Hemmer, die sich beispielsweise in Form von Hautausschlägen zeigen.
Außerdem können Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen und Schwindel bei der Einnahme von ACE-Hemmern auftreten.

Seltener kommt es zu sehr starkem Blutdruckabfall, Veränderungen des Blutes und Nieren- oder Leberproblemen.

Eine sehr wichtige, aber bei nur etwa einem von 10.000 Patienten auftretende Nebenwirkung ist das Angioödem, welches einer sehr starken allergischen Reaktion auf ACE-Hemmer ähnlich sein kann.

Wie entsteht der Husten als Nebenwirkung von ACE-Hemmern?

Der trockene Husten, der bei vielen Patienten unter ACE-Hemmern als unerwünschte Wirkung auftritt, entsteht aufgrund des Wirkorts der Medikamente. Die Hemmung des Enzyms findet nicht nur wie gewünscht in den Blutgefäßen des großen Körperkreislaufs, sondern auch im kleineren Lungenkreislauf statt. In den Gefäßen der Lunge ist das Enzym vor allem für den Abbau des Botenstoffs Bradykinin zuständig. Durch die Hemmung des ACE findet im Lungenkreislauf kein Abbau von Bradykinin mehr statt. Der steigende Bradykinin-Spiegel verengt die Bronchien und es kommt zum typischen durch die ACE-Hemmer verursachten Husten. Es handelt sich um einen Asthma-ähnlichen Husten ohne Schleimbeimengung, weshalb er in der Fachsprache als „trocken“ bezeichnet wird.

Je nach Ausprägung des Hustens muss die Therapie mit ACE-Hemmern in Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen und ein anderes Medikament zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden. Bei ansonsten guter Verträglichkeit werden oft alternativ AT1-Antagonisten (Sartane) eingesetzt, da diese einen ähnlichen Wirkmechanismus ohne auftretenden Husten haben.

Wie äußert sich eine Allergie auf ACE-Hemmer?

Bei einer Allergie auf ACE-Hemmer kommt es zu Ausschlägen, die auf der gesamten Haut auftreten können. Die Haut ist unter den Ausschlägen meist gerötet und juckt stark. Eine besondere Form der Allergie ist die Urtikaria (Nesselsucht). Bei einer Urtikaria zeigen sich weißlich bis rote juckende Schwellungen der Haut, sogenannte Quaddeln.

Wenn solche Hauterscheinungen nach der Einnahme von ACE-Hemmern auftreten, muss dies einem Arzt mitgeteilt werden. In diesem Fall sollte auf einen anderen der zahlreichen Blutdrucksenker zurückgegriffen werden.

Wie behandelt man Verdauungsbeschwerden aufgrund der Einnahme von ACE-Hemmern?

Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Bauchschmerzen oder Völlegefühl können – wie bei vielen anderen Medikamenten – auch bei den ACE-Hemmern als unerwünschte Wirkung auftreten. Diese entstehen in der Regel durch die Umstellung des Körpers auf einen neuen Wirkstoff. Meist passt sich der Verdauungstrakt jedoch an die Medikamente an und die Beschwerden gehen nach einiger Zeit zurück. Treten Magen-Darm-Probleme also in den ersten Tagen nach Beginn der Einnahme auf, sollte die Einnahme nicht eigenständig abgebrochen werden. Der Arzt muss über diese Nebenwirkungen informiert werden und berät mit dem Patienten, ob die Einnahme fortgeführt werden kann. Die Beschwerden verbessern sich normalerweise nach wenigen Wochen. Wenn dies nicht der Fall ist, kann mit dem Arzt über das weitere Vorgehen und ein eventueller Wechsel des blutdrucksenkenden Medikaments gesprochen werden.

Wann kann der Blutdruck durch ACE-Hemmer zu stark absinken?

Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist ein sehr effektiver Mechanismus zur Senkung des Blutdrucks. Bei manchen Menschen spielt es eine besonders große Rolle für die Blutdruckregulation, dazu gehören in erster Linie Patienten mit Herzinsuffizienz. Auch bei hohen Wasser- und Salzverlusten des Körpers, beispielsweise durch die Vorbehandlung mit Wassertabletten (Diuretika), kann die Hemmung des ACE in dem System einen sehr starken Abfall des Blutdrucks bewirken.

Um dies zu vermeiden, werden ACE-Hemmer nicht von Anfang an in der maximalen Dosis gegeben. Der Arzt steigert die Dosis meist über ein paar Wochen, um den Körper an den Wirkstoff zu gewöhnen und Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. So kann die individuell beste Dosierung gefunden werden.

Welche Werte müssen sonst noch kontrolliert werden, wenn ACE-Hemmer eingenommen werden?

Bei der Einnahme von ACE-Hemmern werden im Blut regelmäßig Leber- und Nierenwerte sowie ein Blutbild ärztlich überprüft. Verschlechterungen der Leber- oder Nierenfunktion sind zwar selten, sollten aber unbedingt rechtzeitig erkannt und rückgängig gemacht werden. Auch Veränderungen im Blutbild, beispielsweise ein Abfall der Immunzellen oder der Blutplättchen, treten nur bei etwa einem von 1.000 Patienten auf. Dennoch müssen sie in regelmäßigen Abständen, besonders nach Beginn der Einnahme, in Betracht gezogen werden.

Treten solche unerwünschten Wirkungen auf, wird der behandelnde Arzt das Medikament in der Regel nicht mehr weiter verordnen, sondern einen anderen Blutdrucksenker wählen.

Was ist ein Angioödem?

Ein Angioödem ist eine Schwellung der Haut und Schleimhäute, die meist im Gesichts- und Halsbereich auftritt. Das Angioödem oder auch „Quincke-Ödem“ tritt als Nebenwirkung der ACE-Hemmer aufgrund des Bradykinin-Anstiegs auf. Meist findet die Schwellung an den Lippen oder der Zunge statt. Kommt es jedoch zum Anschwellen des Kehlkopfs, kann dies eine lebensbedrohliche Atemnot auslösen. Patienten, bei denen bereits in der Krankengeschichte Angioödeme aufgetreten sind, dürfen deshalb auf keinen Fall ACE-Hemmer einnehmen. Tritt nach der Einnahme von ACE-Hemmern erstmalig ein Angioödem auf, muss umgehend ärztliche Hilfe geholt werden.

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Quellen:

  • Duale Reihe Pharmakologie und Toxikologie, Thieme Verlag, 1. Auflage 2011, Autoren: Karl Heinz Graefe, Werner Lutz, Heinz Böhnisch (S. 162-166)
  • Klinische Pharmakologie, Thieme Verlag, 1. Auflage 2005, Hrsg. Martin Wehling (S. 54ff.)
  • Duale Reihe Dermatologie, Thieme Verlag, 7. Auflage 2010, Hrsg. Ingrid Moll (S. 119, 148)
  • Pharmazeutische Zeitung Online, Ausgabe 34/2011: „Nichtallergisches Angioödem, Nebenwirkung von ACE-Hemmern“; Online: www.pharmazeutische-zeitung.de, aufgerufen am 23.03.2016

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